Vorstellung der Bürgermeisterkandidaten

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Vorstellungsrunde der Bürgermeisterkandidaten/in anlässlich der außerordentlichen Mitglieder-versammlung der Freien Wähler am 23.02.2011 im kleinen Saal des Bürgerhauses Allendorf (Lumda)

 

Jens Ulmers, Vorsitzender der Freien Wähler, begrüßte neben den Mitgliedern und Gästen besonders die Bürgermeisterkandidatin Annette Bergen-Krause sowie die Bürgermeisterkandidaten Ulrich Krieb und Dieter Hilbert, die sich an diesem Abend gerne den über 50 Anwesenden vorstellen wollten.

Auf Wunsch der Kandidaten/in, hatten die Freien Wähler diese außerordentliche Mitgliederversammlung anberaumt, um allen Mitgliedern und ihren Gästen die Möglichkeit eines direkten Vergleichs zu geben, der sich dann durch die anschließende Vorstellungsrunde zur Person sowie einer anschließenden Beantwortung von 5 Fragen mit Bezug auf Allendorf ergeben hat.

Der Vorsitzende erläuterte anschließend die Regularien und teilte mit, dass aufgrund des zeitlichen Umfanges, aber auch aus Gerechtigkeitsgründen gegenüber den Kandidaten, Fragestellungen aus dem Publikum nicht möglich sind. Er appellierte an einen fairen Umgang und bat das Publikum von persönliche Angriffen und Ehrabschneidungen Abstand zu nehmen.

Bevor der Vorsitzende die Moderation der Vorstellungs- und Fragerunde an den Fraktionsvorsitzenden, Reiner Käs übergab, versäumte er nicht, noch einmal auf die Podiumsdiskussion am 16. März 2011, 20.00 Uhr im großen Saal des Bürgerhauses in Allendorf hinzuweisen. An dieser Veranstaltung, welche von dem Giessener Anzeiger durchgeführt wird, seien ausdrücklich auch Fragen aus dem Publikum erlaubt.

Vor Beginn der Vorstellungsrunde, aus der sich durch Verlosung die Reihenfolge Dieter Hilbert, Ulrich Krieb und Annette Bergen-Krause ergab, äußerte Fraktionsvorsitzender Käs seine Hoffnung, dass alle Anwesenden an diesem Abend ausreichend Informationen darüber erhalten, wo der neue Bürgermeister oder die neue Bürgermeisterin ihre zukünftigen Schwerpunkte sieht und in welcher Form unter neuer Amtsführung Veränderungen herbeigeführt werden sollen.

Zu der Bedeutung und dem Profil eines Bürgermeisters/ einer Bürgermeisterin wurden die Vorstellungen der Freien Wähler wie folgt dargestellt:

„Der Bürgermeister/die Bürgermeisterin nimmt eine herausgehobene Stellung in der Gemeinde ein und ist Repräsentant unserer Stadt.

Als hauptamtlicher Verwaltungschef/-chefin soll er/sie sich als Initiator, Koordinator und Moderator innerhalb unseres Gemeinwesen darstellen und eigeninitiativ Vorschläge für eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung unserer Stadt, den parlamentarischen Gremien unterbreiten.

Als Bürgermeister „aller“ Bürger soll er, als Verwaltungsfachmann, über den Parteien stehen.“

Die Freien Wähler selbst freuen sich, dass sich Kandidaten zur Verfügung stellen, die allesamt einen direkten Bezug zu Allendorf haben, alle berufliche Erfahrungen außerhalb der Verwaltung unserer Stadt sammeln konnten und dieses Wissen zukünftig in ihre Amtsführung mit einbringen können.

Bei der sich anschließenden Vorstellungsrunde erhielt jeder Kandidat die Möglichkeit, sich selbst, sein Programm und seine Visionen in einem 1/2stündigen Redebeitrag vorzustellen. Mit Einverständnis der Kandidaten sollte die ausgeloste Reihenfolge, auch bei der sich anschließenden Fragerunde beibehalten werden.

Zu den Fragen wurde mitgeteilt, dass diese anlässlich der Klausurtagung am 20.02.2011 aus einem Fragepool ausgewählt wurden, der zuvor durch das Ideengut von Mitgliedern und politisch Interessierten entstanden war.

Thematisch ging es bei den Fragen um die Bereiche „Baulandpolitik“, „Gleiskörper der DB“, „Schuldenabbau“, „Bürgerentscheid“ und „Freiwillige Feuerwehr“ und lauteten wie folgt:

Baulandpolitik

Wie ist ihr eigener Standpunkt zur städtischen Baulandpolitik? Steht die Ausweisung neuer Baugebiete ihrer Meinung nach im Widerspruch oder in Konkurrenz zu einer innerstädtischen Entwicklung und welche konkreten Beispiele können ggf. hierfür genannt werden? Welche Maßnahmen würden von Ihnen im Falle einer Wahl als Bürgermeister/in vorgeschlagen, um einem Verfall des alten Ortskernes entgegenzuwirken und wie könnte eine Finanzierung hierzu erfolgen?

Gleiskörper der DB

Wie stehen Sie zu einer Reaktivierung der Lumdatalbahn für den Personennahverkehr und in welchem Umfang sollte ihrer Meinung nach eine Finanzierung/Mitfinanzierung durch die Stadt Allendorf erfolgen? Werden von Ihnen ggf. Alternativen zu der vorgenannten Nutzung des Gleiskörpers bevorzugt und wie kann diese Nutzung und Finanzierung aussehen?

Schuldenabbau

Mit welchen Sparmaßnahmen und Maßnahmen der Einnahmebeschaffung sollte ihrer Meinung nach der Schuldstand unserer Stadt (11.986.171 € mit Stand 31.12.2010) mittel- bis langfristig zurückgeführt werden?

Bürgerentscheid

Interkommunale Zusammenarbeit ist eine Chance der Kommunen Synergien zu erzeugen und ihre Verwaltung kostengünstiger zu gestalten. Dies vor dem Hintergrund einer sonst drohenden weiteren Gebietsreform. In diesem Zusammenhang wurde öffentlich über Leserbriefe die Frage gestellt, ob nicht hier ein sinnvoller Beitrag durch die Einsparung der vakanten Bürgermeisterstelle geleistet werden kann. Wie ist ihre Antwort hierzu? Wie ist ihre Antwort auf die Frage, eine Verwaltungs-zusammenführung zwischen Rabenau und Allendorf über einen Bürgerentscheid entscheiden zu lassen?

Freiwillige Feuerwehr

Unbestritten wichtig ist für unsere Stadt, die Sicherstellung des Brand- und Katastrophenschutzes. Wie Ihnen allen bekannt, werden hierfür seitens der Stadt erhebliche finanzielle Mittel aufgewendet. Den Freiwilligen die sich hier in die Dienste der Stadt stellen, sei für die Wahrnehmung der z. T. gefährlichen Aufgabe besonders gedankt. Kritische Stimmen stellen die Frage, ob die Aufrechterhaltung aller Ortsteilstandorte der FFW gerechtfertigt sei oder doch eher die Einführung eines gemeinsamen Stützpunktes in Allendorf erfolgen sollte. Dies im Hinblick auf die finanzielle Belastung unserer Stadt, als auch unter dem Aspekt der Sicherstellung von Einsatzbereitschaft. Wie stehen Sie zu einer Zusammenführung mit einem gemeinsamen Stützpunkt in Allendorf und wie sollte das Feuerwehrwesen in Allendorf ihrer Meinung nach gegliedert sein?

Nach Ende der Versammlung gab es in persönlichen Gesprächen sehr viel Lob und Anerkennung zum Ablauf der Veranstaltung, als auch zur Auswahl der Fragen. Weiterhin wurde bestätigt, in der über dreistündigen Versammlung, wertvolle Informationen erhalten zu haben, die es ermöglichen, das eigene Meinungsbild weiter zu festigen.

An dieser Stelle möchten wir noch einmal festhalten, dass es uns sehr wichtig erschien, allen Kandidaten zur gleichen Zeit und unter gleichen Bedingungen, vor den Augen der Mitglieder und Gästen, die Möglichkeit zur Vorstellung und der Beantwortung von Fragen zu geben. Durch die Einladung der Pressevertreter wurde dafür gesorgt, dass auch Informationen zu dieser Veranstaltung der Öffentlichkeit zugänglich sind.

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