Städtebauliche Entwicklung
Städtebauliche Entwicklung im Innen- und Außenbereich
Gefahren beachten und in die Überlegungen einer städtebaulichen Entwicklung einbeziehen
Seit dem Jahre 2002 ist ein Rückgang der Bevölkerungszahl in Deutschland zu verzeichnen und viele Städte und Gemeinden, gerade im ländlichen Bereich, sind hiervon stark betroffen. Fehlende oder schwache Infrastruktur sind die Faktoren, die in erster Linie eine Neuansiedlung verhindern oder die so genannte Landflucht begünstigen. Unsere Stadt ist hinsichtlich ihrer Infrastruktur gut aufgestellt, was die Nachfrage der Ansiedlungswilligen bei neu ausgewiesenen Baugebieten, deutlich zeigt. Hier kommt auch der Politik auf kommunaler Ebene eine große Bedeutung zu, die mit Augenmaß und Sachverstand den Rahmen für eine gute Infrastruktur schaffen, diese ständig an gegebene Veränderungen anpassen und erhalten muss. Auch der Einwohnerzuwachs selbst ist ein wesentlicher Faktor, der dem Erhalt unserer Infrastruktur zu Gute kommt.
Guter Mix und effiziente Nutzung aller Flächen unserer Stadt
Wir möchten bei der städtebaulichen Entwicklung aber nicht nur der Bebauung im Außenbereich das Wort reden. Hier kommt es auf den guten Mix und eine effiziente Nutzung aller Flächen in unserer Stadt an. Auch einer Verödung unserer Ortskerne muss durch sinnvolle Maßnahmen und Konzepte entgegengewirkt werden. Forderungen des Denkmalschutzes müssen hier, wie auch eine nicht ausreichend vorhandene Städtebauförderung bei der Reaktivierung nicht genutzter, aber gut erschlossener Flächen im Innenbereich, auf allen politischen Ebenen neu durchdacht werden. Wir sind davon überzeugt, dass eine immer älter werdende Gesellschaft vermehrt innerstädtisches Wohnen mit kurzen Wegen nachfragen wird. Bei einer guten Koordination und dem Willen aller politisch Handelnden wird es unter Einbindung der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt gelingen, zukunftsfähige Konzepte zu erarbeiten.
Strukturiertes Vorgehen
Die Forderung politischer Mitbewerber nach Gründung einer Stadtentwicklungs-gesellschaft ohne konkretes Handlungsziel sowie nach einem Leerstandskataster, was sich lediglich auf die Angabe des geringen Bestandes leer stehender Häuser in unserer Stadt bezieht, wird uns in der entscheidenden Frage der innerstädtischen Entwicklung nicht weiterbringen.
Abfrage der mittel- bis langfristigen Nutzung
Nach Ansicht der Freien Wähler sollte zunächst einmal über die Verwaltungsspitze der direkte Kontakt zu den Eigentümern von Liegenschaften in den Ortskernen gesucht werden, wo augenscheinlich die mittel- bis langfristige Nutzung nicht sicher erscheint. Erst durch den persönlichen Kontakt wird sich erschließen, welche Nutzung hier vorgesehen und möglich ist und ob dies den städtebaulichen Erwartungen entspricht. Durch die vorgenannte Abfrage kann ermittelt werden, welche Flächen in die Betrachtungen einer zukünftigen innerstädtischen Entwicklung, mit einbezogen werden können. Erst hiernach macht es Sinn, sich über Konzepte im breiten Dialog sowie mögliche Zeitschienen zu unterhalten. In diese Beratungen müssen existierende Förder- und Finanzierungsprogramme mit einbezogen werden, die es zu ermitteln gilt.
Lebendige Innenstädte und freundliche Ortsmittelpunkte sind entscheiden für den sozialen Zusammenhalt.
Altengerechtes Wohnen
Wir betrachten es als eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe, den alten Menschen das Wohnen in der vertrauten Umgebung trotz beginnender Handicaps möglich zu machen und damit weiterhin ein eigenständiges Leben zu ermöglichen. Baulich gesehen sind hier ein barrierefreier Komfort, funktionale Grundrisse und technisch hochwertige Ausstattung unverzichtbare Voraussetzungen für ein mobiles eigenständiges Leben. Das sich dies in bestehenden Altbaubeständen in der Regel nur schwer realisieren lässt, zeigt die Erfahrung derer, welche sich hiermit bereits befassen mussten. Daher ist es auch durchaus nachvollziehbar wenn sich die Mehrheit der Deutschen eher für den Neubau, als für den Kauf einer Altbauwohnung entscheidet. Die großen Vorteile der individuellen Bauausführung, des hohen Wärmeschutzes und der modernen Haustechnik gegenüber den zum Teil mit Auflagen versehenen Modernisierungsmaßnahmen an Altbauten sind offensichtlich und werden gerne genutzt.
Städtebauliche Entwicklung hat Vorzeigecharakter
Dass sich Allendorf auch in Bezug auf die Ausweisung und Bebauung von Neubaugebieten positiv entwickelt hat, darf der gemeinsam getragenen Baulandpolitik der Freien Wähler und CDU zugerechnet werden. Innovative Konzepte in Verbindung mit Unternehmen der freien Wirtschaft haben es ermöglicht, mit einer höchstmöglichen Risikominimierung für unsere Stadt und einer optimalen Vermarktungsstrategie, Baugrundstücke zu konkurrenzfähigen Preisen vermitteln zu können. Aber auch das Angebot von Komplettlösungen (also incl. Hausbau) konnte und kann in den Neubaugebieten durch einen ortsansässigen Bauträger sichergestellt werden, dessen Zuverlässigkeit auch weit über den Standort von Allendorf hinaus bekannt ist. Dass hier ausschließlich die Einbindung von Handwerksbetrieben aus unserer Stadt und der Region erfolgt, zeigt das hohe Vertrauen und Verantwortungsgefühl, welches man zu unserer Stadt und der Region entwickelt hat. Wir verweisen an dieser Stelle auch gerne auf das neue Baugebiet „Auf der Hege“, welches sich an die bisherige Bebauung anschließt und mit einem „Wohnkonzept Generation 50 Plus“ das komfortable Wohnen im Alter anspricht.
Der Zukunft begegnen
Wir gehen davon aus, dass sich aufgrund der demographischen Entwicklung auch die Ausweisung von Baulandgebieten und deren Genehmigung einschränken wird. Prognostiziert wird, dass sich der tägliche Flächenverbrauch für Siedlung und Verkehr von derzeit 100 Hektar/Tag ab dem Jahr 2020 auf 30 Hektar/Tag verringern soll. Wir möchten dennoch alle Möglichkeiten nutzen, die uns eine Entwicklung auch auf diesem Sektor weiter erlaubt. Wir sehen Allendorf als Wohnstandort in exponierter Lage, den es weiter zu erhalten und auszubauen gilt. Dies unter Einbindung aller Ortsteile, wo man auch der infrastrukturellen Benachteiligung im Rahmen unserer Möglichkeiten, entgegenwirken muss. Wir sind davon überzeugt, dass es in Allendorf gelingen kann Strukturen zu entwickeln, welche die Lebensqualität in allen Ortsteilen sichern. Bürgerengagement und Freiwilligkeit sind unverzichtbar und werden auch in diesem Bereich zukünftig noch mehr gefordert sein.
Für die Zukunft unserer Stadt – Freie Wähler (Liste 6)

